Simons “Game of Thrones” Tagebuch: Eintrag 7

Staffel 4 (2014), Folgen 1 bis 5:

Dieser Artikel ist der siebte Teil von Simons GoT-Tagebuch. In diesem Eintrag schreibt er über Folgen 1 bis 5 der vierten Staffel. Hier gelangst Du zurück zum einleitenden Prolog und weiteren seiner Tagebucheinträge.

Genugtuung! Während die Rote Hochzeit in Folge 1 der vierten Staffel noch nachwirkt, vor allem auf Sansa, erhalten wir Zuschauer ein wenig Gerechtigkeit in Folge 2. Joffrey ist tot! Der meistgehasste Charakter der vergangenen drei Staffeln wird vergiftet. Und von wem? Oma Tyrell! Wie cool ist die denn bitte?

Eins nach dem anderen. Zunächst werden ein paar neue Figuren eingeführt, allen voran Oberyn Martell (Pedro Pascal), Bruder des Prinzen von Dorne. Offiziell reist er zur Hochzeit an, er hat jedoch eine eigene Agenda: Rache nehmen für den Tod seiner Schwester Elia, ermordet vom Mountain. Zunächst scheinen wir es hier mit einem unberechenbaren Unruhestifter zu tun zu haben, aber Oberyn gewinnt mich schnell. Er wird uns wohl eine Weile unterhalten, schließlich wird er nun Mitglied im kleinen Rat von King’s Landing. Tywin versucht, die Martells an sich zu binden.

The Purple Wedding

Während der Hochzeit wird Tyrion öffentlich und auf widerliche Art und Weise von Joffrey gedemütigt. Selten habe ich mir Joffreys Tod sehnlicher gewünscht. Ich konnte es zunächst nicht glauben, dass es wirklich passiert. Dumm ist nur, dass Tyrion von Cersei für den Tod ihres ältesten Sohnes verantwortlich gemacht wird. Das ist so bescheuert. Cersei weiß genau, dass Tyrion nicht dahinter steckt, aber sie will ihn eben loswerden. Gut, dass immerhin Jaime Tyrion glaubt.

Gemeinsam unter einer Decke mit Lady Olenna steckt Petyr Baelish, der Sansa vom Hochzeitstrubel fortführen lässt und mit ihr davonsegelt. Gut so, Cersei hätte sie wohl an Ort und Stelle umgebracht. Vielleicht kann die Schuld auf die abwesende Sansa umgemünzt werden – und Tyrion kommt so wieder frei. Wir werden es sehen.

Ich mag Jaime ja… er erhält nun Schwertunterricht von Bronn, um den Verlust seiner rechten Hand zu verkraften. Doch nach dem Tod Joffreys vergewaltigt er seine Schwester neben ihrem toten Sohn. Das ist schon irgendwie krank – und dafür fliegt er auch leider wieder aus meiner Liste der Lieblingsfiguren. Immerhin schenkt er Brienne zum Abschied ein Schwert aus valyrischem Stahl und trägt ihr auf, Sansa zu finden und zu verstecken. Guter Junge.

Brienne reist nun mit Podrick. Tyrions Knappe muss King’s Landing verlassen, denn er hat sich nicht bestechen lassen, um gegen Tyrion auszusagen. Besser schnell weg! Das Duo verspricht uns noch Freude. Brienne kriegt immer die interessantesten Tanzpartner.

Tommen wird nun König, dritter König in King’s Landing im Laufe von dreieinhalb Staffeln. Warum will nochmal jemand freiwillig auf diesen Thron, der den sicheren Tod verspricht? Wird Tommen nun Margaery heiraten? Es wäre schon etwas seltsam… nicht wegen des offensichtlichen Altersunterschieds, sondern vielmehr, weil Tommens älterer Bruder während der Hochzeit mit Margaery sterben musste. Sie beginnt bereits, ihn auf sehr charmante Weise um ihre Finger zu wickeln…

Stark und Bolton

Gehen wir nach Norden. Theon ist am Ende. Er ist Sklave von Ramsay Bolton, der Joffrey in Sachen Widerlichkeit den Rang abläuft. Er macht Jagd auf eine Frau und zeigt, wozu er fähig ist. Jetzt haben es die Boltons auch noch auf die Stark-Jungen abgesehen… Wird Bran ihnen in die Hände fallen? Oder Rickon?

Jon warnt die Nachtwache vor den Wildlingen. Er beschließt, die Abtrünnigen auf Crasters Hof aufzusuchen, um sie zum Schweigen zu bringen, bevor die Wildlinge von ihnen genaueres über die Mauer erfahren können. Ich habe so gehofft, dass es eine Stark-Reunion gibt! Bran und Jon trennten zehn, fünfzehn Meter… Aber Bran entschied sich dagegen.

Bevor sie niedergemetzelt werden, opfern die abtrünnigen Männer der Nachtwache ein Kind an die Weißen Wanderer. Wir erfahren nun, was mit ihnen geschieht. Die Kinder werden verwandelt. Ohje, Craster war leider ziemlich fruchtbar. Da warten noch so einige Weiße Wanderer auf unsere Helden.

Daenerys will herrschen

Ab in den Süden! Daenerys hat mehr und mehr Schwierigkeiten, ihre Drachen zu kontrollieren. Hoffentlich kriegen sie sich schnell wieder ein. Das ist die Pubertät, da müssen Eltern durch. Höhepunkt in ihrer Storyline war für mich Folge 3, als Daenerys vor Meereens Mauern steht und von dem Champion der Sklavenmeister verspottet wird. Daario Naharis tötet den Wannabe in einem Sekundenbruchteil. Das Gelächter erstirbt. Go Girl! Daenerys nutzt Meereen als Sandkasten, um das Herrschen zu üben. Vielleicht eine gute Idee, denn die eine oder andere unpopuläre Entscheidung hat sie bereits auf dem Zähler.

Was muss noch erwähnt werden? Eine epische Hähnchenszene mit Arya und dem Hound und die Hochzeit zwischen Petyr Baelish und… der irren Tante Lysa! What? Was tut man nicht alles für einen Namen. Es wird offenbart, dass Baelish gemeinsam mit Crazy Lysa den Konflikt zwischen Stark und Lannister forciert hat. In Staffel 1. Ich liebe Game of Thrones.

Meine Lieblingscharaktere

Team Daenerys ist einfach cool. Die Mutter der Drachen ist und bleibt mein Platz 1, wenn sie sich auch den einen oder anderen (menschlichen) Fehltritt erlaubt. Daenerys (Emilia Clarke) hat in Folge 5 eingesehen, dass der Erhalt ihrer Macht genauso wichtig ist wie die Eroberung. Ihre Städte sollen sicher bleiben und nicht in die alten Muster zurückfallen. Nun geht es darum, die Scherben aufzukehren. Vielleicht werden die kommenden Folgen dann nicht mehr so spannend, aber zumindest zu diesem Zeitpunkt setze ich sie ganz oben auf meine Liste. Auf Platz 2 schafft es eine Nebenfigur. Olenna Tyrell (Diana Rigg) ist maßgeblich für den Tod Joffreys mitverantwortlich. Ihr Geständnis gegenüber Margaery, das dezente Zurechtrücken von Margaerys Halskette, ist gleichzeitig bestimmt, classy und etwas furchterregend. What a Lady! Schau her, Lysa. Platz 3 geht an einen weiteren Nebencharakter, Daario. Ich mag ihn sehr, und er verhilft Daenerys auf ihren Platz 1. Seine Szene mit dem Champion aus Meereen ist so cool. Der neue Darsteller, Michiel Huisman, ist nicht so aalglatt wie sein Vorgänger, sondern ein Han Solo-Typ. Ich freue mich auf mehr.

Ihr kennt das Spiel… und wen ich nicht so mag!

Kein Joffrey mehr! Das muss gefeiert werden! Ich setze den neuen Sadisten auf Platz 1, nämlich Ramsay Bolton (Iwan Rheon). Er will die Stark-Jungs jagen. Nicht mit mir! Platz 2 bekommt Petyr Baelish (Aiden Gillen). Verrückt hin oder her, er nutzt Lysa aus, hat Sansa in seinen Fängen und ist unberechenbar. Außerdem war es einfach richtig mies, wie er Sansas Retter ermorden ließ. Und Platz 3 geht an die kannibalischen Wildlinge, die (übrigens gemeinsam mit Ygritte und Co) hilflose Dörfer überfallen.

Das unangefochtene Highlight der Staffel war Joffreys Tod. Selten gab es eine Szene von solcher Tragweite zu Beginn einer Staffel. Wenn ich noch ein paar mehr Highlights bekomme, dann wird Staffel 4 groß, ganz groß. Nicht lange zappeln, weiter geht es!

Simon

Redakteur Moviefalcon.de, Film-, Kino-, Oscarenthusiast! Wenn nicht gerade unterwegs in einer weit entfernten Galaxis, dann sicherlich mit Mad Max auf der Fury Road oder zu Besuch im Grand Budapest Hotel.

2 Kommentare zu “Simons “Game of Thrones” Tagebuch: Eintrag 7

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